Die Ausgrabungen 1987-1991 im Reitia-Heiligtum von Este


Sonja Ickler




1000 Jahre währendes Kultgeschehen

Reste von Großplastik, zahlreiche Statuetten, Votivbleche, Aschenaltäre und ein großer langgestreckter Bau belegen ein vielfältiges Kultgeschehen in dem der Quellgöttin Reitia geweihten Heiligtum bei Este-Baratella in Italien.

Die Ergebnisse der intensiven Ausgrabungen in den Jahren von 1987 bis 1991 werden in dem vorliegenden Band erstmals vorgestellt. Damit wird es möglich, die gesamte Geschichte des antiken Heiligtums zu beleuchten. Weitreichende kulturelle Beziehungen bis in den alpinen und mediterranen Raum hinein werden nun nachvollziehbar.

Die zahlreichen Funde verschiedenster Votivgaben auch untereinander verglichen, lassen Schlüsse auf einen bestimmten kultischen Ablauf zu. Große Mengen verschiedenster Gegenstände wurden zunächst während der Opferhandlungen benutzt, anschließend rituell zerstört und niedergelegt. So lassen sich einzigartige Einblicke in eine ein Jahrtausend währende Kultpraxis gewinnen.


Inhaltsverzeichnis

Über den Autor

Sonja Ickler studierte in Köln Ur- und Frühgeschichte, klassische Archäologie und Geologie und promovierte im Fach Ur- und Frühgeschichte. Im Anschluss daran arbeitete sie am "Reitia-Projekt" der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Universität zu Köln mit, in dessen Rahmen der vorliegende Band entstanden ist.

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