Im Labyrinth des Kolosseums

Das größte Amphitheater der Welt auf dem Prüfstand

Klaus Stefan Freyberger und Christian Zitzl




Kelten, Römer, Goten und Bajuwaren

Kein antikes Bauwerk in Rom vermag eine so große Faszinationskraft auf die Besucher auszuüben wie das Kolosseum. Als meistbesuchter Attraktions-und Erinnerungsort im Herzen der Ewigen Stadt wird das Bauwerk bis heute nicht nur von Touristen, sondern auch von Künstlern, Architekten und Altertumswissenschaftlern aus aller Welt aufgesucht.

Unzählige wissenschaftliche Untersuchungen aus den Bereichen der archäologischen, historischen und kunsthistorischen Forschung vermitteln eine einheitliche Vorstellung über den geschichtsträchtigen Monumentalbau. Der Kaiser Vespasian (69-79 n. Chr.) ließ das größte Amphitheater der Antike mit einem Fassungsvermögen von rund 50.000 Zuschauern auf dem Gelände eines trockengelegten Sees errichten. In dem für Massenunterhaltung bestimmten Zweckbau fanden vorwiegend Gladiatorenkämpfe und Tierhatzen statt. Die letzten Spiele sind für das 6. Jh. n. Chr. bezeugt, ehe das Kolosseum in der Folgezeit dem Niedergang anheimfiel.

In der vorliegenden Arbeit setzten sich die beiden Autoren das Ziel, das herkömmliche Bild über die Bau- und Nutzungsgeschichte des Kolosseums kritisch zu überprüfen. Dabei wurden die Grabungsbefunde, die architektonischen Formen, die Bauinschriften und die schriftlichen Zeugnisse antiker Geschichtsschreibung zu diesem Bauwerk eingehend analysiert. Aus der Vernetzung und Gesamtschau aller Fakten ergaben sich Ergebnisse, die das herkömmliche Wissen über das Kolosseum erheblich modifizieren und erweitern.


Inhaltsverzeichnis

Über den Autor

Klaus Stefan Freyberger ist Professor für Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Archäologie der Römischen Provinzen. Von 1994 bis 2002 war er Leiter des Deutschen Archäologischen Instituts in Damaskus und ab 2002 bis 2014 wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Archäologischen Institut in Rom.

Christian Zitzl absolvierte ein Studium der Klassischen Philologie und Katholischen Theologie in Regensburg und ist Lehrer für Latein und katholische Religion am Gymnasium Freyung.

Leseprobe

Pressestimmen

„Der vorliegende Band eröffnet nun dem Leser die Möglichkeit, neueste wissenschaftliche Deutungen der Grabungsbefunde […] und eingehende Interpretationen der Schriftquellen zu verfolgen.“ der Niederrhein, 1/2017