Raubgräber - Grabräuber (vergriffen)

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Raubgräber - Grabräuber


Peter-René Becker und Christina Wawrzinek (Hrsg.)




Ausgraben bedeutet Zerstören!?

Sicher ist die Erkenntnis, dass jeder Eingriff in den Boden unwiederbringlich den Zusammenhang archäologischer Funde zerstört. Gewiss ist aber auch, dass die Intentionen früher Schatzsucher und moderner Raubgräber nicht dem Erhalt historischen Erbes dienten und damit die historisch-archäologische Forschung immer wieder vor erhebliche Probleme stellt.

In Deutschland und anderen Ländern gibt es kaum noch einen Landstrich, der nicht von modernen Raubgräbern mit Sonden abgesucht wurde. Der Ertrag ist gering. Der Schaden aufgrund für immer verlorener Informationen zum Fund selbst, dessen Kontext und damit geschichtlichen Zusammenhangs ist ungleich höher.

Doch ist hier nicht Anklage, sondern Aufklärung notwendig. Der Begleitband zur Sonderausstellung „Raubgräber – Grabräuber“ erklärt die Bedeutung des Fundzusammenhangs in der archäologischen Forschung und zeigt Beispiele für die Möglichkeiten seiner Interpretation in der modernen Wissenschaft auf. Gleichzeitig befasst er sich mit spektakulären Raubgrabungen und dem Versuch der Wissenschaft mit diesem Problem umzugehen. In diesem Zusammenhang erweist sich die frühzeitige Einbindung von Nichtfachleuten vor Ort als mögliche Lösung. Dies belegt beispielsweise die an vielen Stellen bereits seit Jahren praktizierte gute Zusammenarbeit zwischen Denkmalpflege und Ehrenamtlichen.


Das Museum und die Ausstellung:
Im Jahr 1836 gegründet, ist das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg eines der ältesten Museen Norddeutschlands. Seine prämierten, künstlerisch gestalteten Dauerausstellungen präsentieren die nordwestdeutsche Kultur- und Naturgeschichte interdisziplinär. Sonderausstellungen zu überregionalen Themen machen das Museum zu einem abwechslungsreichen Erlebnisort.
Die Ausstellung „Raubgräber - Grabräuber“ wird vom 11. Mai bis 8. September 2013 gezeigt. Mehr unter www.naturundmensch.de

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

Pressestimmen

"Spannend[ ] und gut zu lesen[ ]." Robin Gerst, Archäologie in Deutschland