Aleppo literarisch

Gedichte. Geschichten. Sprüche.

Mamoun Fansa (Hrsg.)




„Wenn ich die Glocken und den Muezzin höre“

Über sechs Millionen Menschen leben und wohnen zurzeit außerhalb ihrer Heimatstadt Aleppo. Sie trugen Literatur, Lebensgewohnheiten, traditionelle Erzählungen sowie die spezifische Altstadtmusik auf ihrer Flucht mit sich. Um etwas davon wieder zu verorten, hält dieses Buch einiges aus dem reichen Kulturschatz der einst schönsten Stadt des Nahen Ostens fest.


„Bei Abou Nauwaz gibt’s Vanillepudding – umsonst“ lautet eine Zeile in dem Gedicht von Ivo Zanoni, das die Begeisterung eines Westlers über die Köstlichkeiten und die Gastfreundschaft in Aleppo in Worte fasst. „...Der Hausherr Julien Jalâl Eddine Weiss öffnete und begrüßte uns auf das Herzlichste.“ So schildert Wilhelm Koester den Mann, der sich wie kein anderer um die Bewahrung der traditionellen Aleppiner Musik verdient gemacht hat.

Wovon einschlägige Geschichtsbücher nicht berichten, lesen Sie hier – einen Life-Bericht zum Aufstand in Aleppo aus dem Jahr 1804/1805, aus der Feder des jungen von der Aufklärung geprägten Arztes und promovierten Naturkundlers Ulrich Jasper Seetzen. Michael Braune hält diesen unter dem Titel „Der Kampf um die Macht“ fest.

Das sind nur einige Kostbarkeiten aus einem Buch, das einen literarischen Blick auf einen Ort wirft, den die Welt dringend benötigt.

Über den Autor

Mamoun Fansa, geboren in Aleppo und 1967 umgesiedelt nach Deutschland, studierte an der Fachhochschule für Kunst und Design in Hannover sowie Nordeuropäische Archäologie in Hannover und Göttingen. Unter anderem war er Leitender Museumsdirektor am Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg. Hier ermöglichte er zahlreiche Ausstellungen über die historische Beziehung zwischen dem Orient und Europa.