Vom Bît Hilani zum Palas der Wartburg

Band III: Früh- und Hochmittelalter

Gerd Braun




Der Autor vertritt - im Gegensatz zu Teilen der etablierten Forschung – die These, dass die euklidische Geometrie, die phytagoreische Zahlenlehre und die vitruvianische Modullehre seit jeher in allen Hochkulturen bei allen anspruchsvollen Bauten die Grundlage eines rationalen Entwurfs bildeten und sich in der Standardisierung der Bauteile bis in die Gegenwart (— DIN 4172: Maßordnung im Hochbau) erhalten konnten.

Der dritte Band befasst sich mit dem Kirchen-, Kloster-, Pfalzen- und Burgenbau des Früh- und Hochmittelalters, deren planerische Grundlagen auf antike bzw. vorgeschichtliche Wurzeln zurückgeführt werden können. Im Ausblick geht der Verfasser auf die Wiederentdeckung der vitruvianischen Planungsmethode in der Renaissance und den nachfolgenden Epochen bis zum Beginn der Moderne um 1800 ein.


Über den Autor

Gerd Braun arbeitete nach einer Zeichnerlehre und einem Architekturstudium an der RWTH Aachen, das er im Jahr 1970/71 abschloss, im höheren bautechnischen Verwaltungsdienst. Nach seinem Referendariat war er bis 2005 Architekt und Stadtplaner im Planungsamt der Stadt Wuppertal. Er verfasste verschiedene Fachbeiträge sowie bau- und kulturgeschichtliche Studien zu Themen wie der Stadtbaugeschichte um 1910 in Wuppertal, Schinkel und die Anfänge der Denkmalpflege in der Rheinprovinz, die Burg Hohenzollern, Schloss Burg a. d. Wupper und Schloss Drachenburg bei Königswinter sowie eine Trilogie über die baugeschichtliche Entwicklung des Schlosses Ambras bei Innsbruck.