MALTA

Burgen, Schlösser und Festungen in Europa

Michael Losse, Stephen Spiteri




Ein Inselstaat im Süden Europas

Im Zentrum des Mittelmeeres gelegen – und von Homer angeblich als „der Nabel des Meeres“ bezeichnet – sahen Maltas Inseln viele Völker und Herren kommen und gehen. Steinzeitmenschen hinterließen Monumentalbauten einer Megalithkultur; es folgten Phönizier, Griechen, Römer, Byzantiner, Araber, Normannen, Staufer, Anjou, Spanier, die Ritter des Johanniter-/Malteser-Ordens und schließlich die britischen Kolonialherren – sie alle machten Malta durch ihre Wehrbauten und Adelssitze zu einer einzigartigen Sehenswürdigkeit Europas.


Die mediterrane Landschaft der maltesischen Inseln bietet eine große Vielfalt an Befestigungen und Adelssitzen: bronzezeitliche, römische und byzantinische Wehrbauten, mittelalterliche Burgen, Turmhäuser des Adels, monumentale Festungen der Johanniter und der Briten – Malta hat die größte „Festungsdichte“ in Europa –, Küstenforts und Wachttürme, prächtige barocke Schlösser und Stadtpaläste sowie Villen der Romantik und des Jugendstils.

Die Autoren erforschen seit vielen Jahren die einzigartige Festungslandschaft Maltas und die Geschichte ihrer Erbauer. Ihre burgenkundliche Einführung berücksichtigt ebenso wie die Katalogteile die Bauwerke der drei heute bewohnten Inseln Malta, Gozo und Comino. Ihre Darstellung beginnt mit der Bronzezeit. Sie berücksichtigt alle Epochen und führt zu manchen Türmen, Landsitzen und Gärten, die Touristen üblicherweise nicht wahrnehmen. Im Archiv des Malteser-Ritterordens in Valletta gewannen die Autoren bei ihren Studien viele neue Erkenntnisse, die nun in ihren fundierten Kulturführer einfließen. Dieses Buch bereichert die kommende Malta-Reise und bietet selbst erfahrenen Malta-Reisenden neue Einblicke und Ziele.


Über den Autor

Michael Losse, Historiker, Kunsthistoriker, Burgen- und Festungsforscher, war tätig im Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte in Marburg, Lehrstuhlvertreter im Lehr- und Forschungsgebiet Baugeschichte der Universität Kaiserslautern, ist seit 1999 freier Autor, Dozent und Gutachter; Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Burgenvereinigung und im Europa Nostra Scientific Council.
Stephen C. Spiteri, Maltas führender Burgen- und Festungsforscher, ist Research Coordinator der Restoration Unit im Ministry for Resources and Rural Affairs, Dozent für „Baroque Studies“ der Universität Malta und Mitbegründer der Fortress Explorer Society. Beide Autoren legten zahlreiche Fachpublikationen vor.