RHÓDOS (Griechenland)

Burgen, Schlösser und Festungen in Europa

Michael Losse




„Von Erdbeben und Kanonen zerschmettert“

Die Insel Rhódos blickt nicht zuletzt durch ihre strategische Lage im östlichen Mittelmeer auf eine wechselvolle Geschichte. Von dieser zeugt eine Vielzahl verschiedenster Adelssitze und Wehrbauten – von antiken Akropolis-Anlagen und privaten Pýrgoi über byzantinische Burgen, Kástra und befestigte Siedlungen der „Dunklen Jahrhunderte“ bis zu den Burgen und Festungen des Johanniter-Ordens, dessen Sitz Rhódos von 1307 bis 1522 war.


Über die seit der Jungsteinzeit besiedelte Insel Rhódos zogen viele Völker hinweg: griechische Stämme wie die Achaier, Mykener und Dorer, Römer, Byzantiner, Genuesen, Ritter des Johanniter-Ordens, Osmanen, Italiener, Deutsche und Briten. Erst 1947 wurde die Insel nach Jahrhunderten der Fremdherrschaft Teil Griechenlands. Alle Zeiten hinterließen die für sie charakteristischen Wehrbauten. Unter den antiken sei hier die Akropolis von Líndos hervorgehoben. Immerhin hat sich auf Rhodos eine derartige Vielzahl an Burgen erhalten, dass der deutsche Archäologe Ludwig Ross 1845 schwärmte: „Vielleicht haben wenige Länder in Europa, selbst Italien und Spanien nicht ausgenommen, so viele schöne und malerische Ruinen von Ritterburgen in dem edlen Style des fünfzehnten Jahrhunderts aufzuweisen als Rhodos“.

Dieses neue Buch bietet als handlicher Führer den ersten Gesamtüberblick über die Burgen, Festungen, Wachttürme und sonstigen Wehrbauten auf Rhódos von der Antike bis zur Neuzeit. Nach einer burgenkundlichen Einführung sind fast alle der in ca. 20 Jahren auf den Reisen vom Autor erfassten 153 Befestigungen der Insel vorgestellt. Der Führer ist somit ein unentbehrliches Handbuch für alle an Burgen und Festungen interessierten Rhódos-Reisenden.


Über den Autor

Michael Losse, Historiker und Kunsthistoriker, war wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte der Universität in Marburg, Lehrstuhlvertreter am Lehr- und Forschungsgebiet Baugeschichte/Geschichte des Städtebaues/Denkmalpflege der Universität Kaiserslautern, der Universität in Marburg und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Festungsforschung. Seit 1999 ist er freier Autor, Dozent (u.a. für die ´DenkmalAkademie´ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz) und Gutachter. Losse ist Vertreter Deutschlands im EUROPA NOSTRA Scientific Council und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Burgenvereinigung. Des Weiteren auch Studienreiseleiter in Griechenland, Malta, Wales und Deutschland.