Spätantike und frühes Christentum

LVR-LandesMuseum Bonn - Blick in die Sammlung

Gabriele Uelsberg, Sabine Schrenk, Konrad Vössing (Hrsg.)




Nicht ohne Glanz!

Fast ein halbes Jahrtausend war das Rheinland Teil des Imperium Romanum, das sich in dieser Zeit, ebenso wie die Region, tiefgreifend veränderte. In der Spätantike, also ab dem 3. Jahrhundert, gerieten die Grenzen zunehmend unter Druck, worauf mit einer Umgestaltung des politischen und militärischen Systems reagiert wurde. Die Christianisierung beeinflusste alle Lebensbereiche der Menschen.


Wie haben die Menschen damals die Zeit des aufstrebenden Christentums und des Niedergangs der römischen Kultur unter dem Ansturm fränkischer und alemannischer Kriegervölker erlebt? Die reichen archäologischen Objekte des LVR-LandesMuseums Bonn sind Spiegel von Politik und Gesellschaft, Alltag und Luxus, Handel und Handwerk, aber auch von Religion und Grabsitten.

Von der ersten Inschrift mit dem Namen BONNA bis zum Goldmultiplum Konstantins des Großen, vom Silberlöffel des Bartolomeus und den Miniaturen des Landlebens, vom Mosaik mit Sonnengott und Tierkreiszeichen bis zum Soldatengrab aus Köln – sie alle sind Zeugen einer Zeit der kontinuierlichen Veränderungen, die in vielerlei Hinsicht die Grundlagen der heutigen europäischen Ordnung schuf.

Mit diesem Band startet die neue Reihe „LVR-LandesMuseum Bonn – Blick in die Sammlung“, die vielversprechende Objekte und ihre genaue Beschreibung bereithält. Mit zahlreichen Bildern ausgewählter Exponate führt das Buch nicht nur durch die Sammlung und die Epoche des Übergangs, sondern es verbindet die Objekte im Museum mit einem Stadtrundgang durch das spätantike-frühchristliche Bonn. Dieser Band leistet einen besonderen Beitrag im Europäischen Kulturerbejahr 2018 und gibt die Möglichkeit, eine Sammlung und ihre Objekte auch außerhalb des Museums zu verorten und Gesehenes zu rekapitulieren.


Inhaltsverzeichnis

Über den Autor

Sabine Schrenk, Professorin für Christliche Archäologie an der Universität Bonn, promovierte mit dem Thema „Typos und Antitypos in der frühchristlichen Kunst“ und entdeckte hierbei das Gebiet der archäologischen Tex-tilforschung für sich. Konrad Vössing, Professor für Alte Geschichte an der Universität Bonn, ausgezeichnet mit dem Gay-Lussac-Humboldt-Preis, legt seinen Schwerpunkt u. a. auf das römische Afrika. Gabriele Uelsberg, Kunsthistorikerin, arbeitete im Aufbaustab der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland mit, war stellvertretende Direktorin des Ludwig Forums für Internationale Kunst, bis sie 2004 Direktorin des LVR-LandesMuseum Bonn wurde.

Leseprobe