Gebrochener Glanz

Römische Großbronzen am UNESCO-Welterbe Limes

LandesMuseum Bonn (Hrsg.)




Nicht nur Gold, das glänzt

Mit ihnen kam der sprichwörtliche Glanz der römischen Kultur über die Alpen – römische Großbronzen. Obgleich nur fragmentarisch erhalten, geben sie noch sehr viel von ihrer einstigen Pracht und Wirkung preis.

Für eine überaus reiche Ausstattung der Städte, Heiligtümer und Militärlager in den römischen Nordwestprovinzen spricht die Tatsache, dass diesseits der Alpen über 5.000 Fragmente römischer Bronzestatuen zutage kamen. Diese werden nun erstmalig in einer Sonderausstellung präsentiert, die im März 2014 im LVR-Landesmuseum Bonn startet.

Der Blick des Betrachters wird geschärft für die künstlerische Qualität und aufschlussreichen motivischen Details der Funde. So treten aus unscheinbaren Kleinteilen jene Großbronzen wieder in Erscheinung, die in den ersten Jahrhunderten nach Christus in den römischen Städten und Militärlagern am Limes aufgestellt waren: Statuen des Kaisers und seiner Familie sowie Götterbilder, oft von kolossaler Größe, nicht selten vergoldet.

Gefertigt wurden sie in spezialisierten Bronzewerkstätten, deren wohlgehütete „Betriebsgeheimnisse“ mit modernsten naturwissenschaftlichen Methoden nun gelüftet werden. Spuren von Zerstörung und Wiederverwendung der Bronzestatuen geben Auskunft über ihre späteren Schicksale und veranschaulichen das für diese Fundgruppe charakteristische Wechselverhältnis zwischen Macht und Metall, Ruhm und Recycling.


Die Ausstellungsdaten der drei Häuser:
Im LVR-Landesmuseum Bonn vom 20. März bis 20. Juli 2014,
Mehr unter www.rlmb.lvr.de
im Limesmuseum Aalen vom 14. August 2014 bis 22. Februar 2015 und im Museum Het Valkhof Nijmegen vom 20. März bis 21. Juni 2015.


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Pressestimmen

"In jedem Fall erhalten Besucher der Ausstellung und/oder Leser des Begleitbandes spannende, überraschende Einblicke in ein besonderes archäologisches Forschungsgebiet." Der Niederrhein