An den Grenzen des Reiches

Grabungen im Xantener Legionslager am Vorabend des Ersten Weltkrieges

Dirk Schmitz und Charlotte Schreiter




Vor dem Großen Krieg

Kaiser Augustus stationierte kurz vor Christi Geburt im Lager Vetera auf dem Fürstenberg bei Xanten große Teile seiner Truppen, die von hier aus ins freie Germanien zogen. Auch nach der verheerenden Niederlage im Teutoburger Wald und der Festlegung des Rheins als Grenze des Römischen Reiches blieb der Fürstenberg mit ungefähr 10.000 dort stationierten Soldaten ein zentraler Schauplatz römischer Machtausübung.

Schon um 1900 wurden in diesem größten Standlager des Imperium Romanum Ausgrabungen durchgeführt. Sie fügten sich in die allgemeine Archäologiebeisterung der Zeit ein. Zwischen der Bewunderung für die Selbstbehauptung der als Urahnen verklärten Germanen und dem Respekt vor der Disziplin und Zivilisation der Römer konnte sich die Archäologie der wilhelminischen Zeit nur schwer entscheiden.

Abseits der zunehmenden nationalpolitischen Ideologisierung von Geschichte richtet sich der Blick des vorliegenden Katalogs auch auf die Menschen, die an den Grabungen beteiligt waren, auf ihr Leben und ihren Grabungsalltag vor 100 Jahren. In dem reich mit alten Fotografien, originalen Fundstücken, Zeitdokumenten und Modellen illustrierten Band wird eine Epoche und ihre Archäologie am Vorabend des Ersten Weltkrieges lebendig.


Die Ausstellung

Vom 16. Mai bis zum 7. September 2014 zeigt das LVR-RömerMuseum, Herzstück des Archäologischen Parks Xanten, die Ausstellung „An den Grenzen des Reiches“ im Rahmen des vom Landschaftsverband Rheinland ausgerichteten Verbundprojektes „1914 – Mitten in Europa“, das an den 100 Jahre zurückliegenden Ausbruch des Ersten Weltkrieges erinnert. Mehr unter www.apx.lvr.de

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Leseprobe

Pressestimmen

"Zur Ausstellung ist ein sehr anschaulicher und informativer Bildband erschienen." Der Niederrhein