Die Etrusker

Von Villanova bis Rom

Florian S. Knauß (Hrsg.)




Sie gingen niemals so ganz

Sei es ob ihres ungeklärten Auftauchens in der Geschichte oder ob der bis heute weitgehend unverstandenen Sprache: Die mysteriöse Volksgruppe der Etrusker fasziniert. Der durch ihre prachtvollen Gräber und die Schriftquellen überlieferte Reichtum der Etrusker steht in merkwürdigem Kontrast zu ihrem scheinbaren Verschwinden aus der europäischen Geschichte.

Die Ausstellung „Die Etrusker – Von Villanova bis Rom“ in den staatlichen Antikensammlungen am Münchner Königsplatz geht dieser Entwicklung auf den Grund und zeigt herausragende Beispiele etruskischer Kunst. Dabei entsteht ein neuer Blickwinkel auf die etruskische Geschichte und Kultur: Nicht Aufstieg, Blütezeit und Niedergang kennzeichneten die etruskische Kulturgeschichte, sondern ein kontinuierlicher Veränderungsprozess. Die Etrusker nahmen u. a. unter Vermittlung der Griechen bereitwillig Einflüsse aus dem gesamten Mittelmeerraum in die eigene Kultur auf. Ab dem 3. Jh. v. Chr. waren sie Teil der hellenistischen Welt, um ihre kulturellen Errungenschaften schließlich an die Römer abzugeben und dort Spuren zu hinterlassen, die bis heute unverkennbar sind.

Der Katalog zur Ausstellung folgt dieser neuartigen Sichtweise und berichtet vom kulturellen Austausch und der Ausbildung neuer Kulturen. Viele der im Katalog besprochenen Objekte sind seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr präsentiert worden, manche werden der Öffentlichkeit zum ersten Mal gezeigt.


Inhaltsverzeichnis

Über den Autor

Hrsg. Florian S. Knauß, geb. 1963, studierte Klassische Archäologie und wurde 1993 promoviert. Seit 2011 ist er Direktor der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek in München.

Die Museen am Münchner Königsplatz gehören zu den international führenden Sammlungen für antike Kunst. Die im Auftrag König Ludwigs I. von Leo v. Klenze erbaute und 1830 eröffnete Glyptothek beherbergt griechische und römische Marmorskulpturen von Weltgeltung. Schon seit fast 40 Jahren werden in temporären Ausstellungen die antiken Werke mit moderner Kunst konfrontiert. Gerade in solchen Gegenüberstellungen werden die Qualität der Antiken und der einzigartige Charakter der Glyptothek, seine Harmonie von Raum und Skulptur, besonders augenscheinlich.

Leseprobe

Pressestimmen

"[...] reich ausgestattete(r) Katalog [...]" (Tilmann Spreckelsen am 16.07.2015 in der FAZ)

Die staunenswerte Kunstfertigkeit der etruskischen Handwerker teilt sich "am Beispiel prächtiger Fibeln, einer goldenen Halskette [...] oder auch der filigranen Schwerter" mit. (Tilman Spreckelsen am 08.04.2017 in der FAZ)