Liebe in den Zeiten der Römer

Archäologie der Liebe in der römischen Provinz

Günther Emerich Thüry




Das Spiel mit der Liebe

Eine Gesellschaft, die verblüffend freimütige Bilder zu Körper und Nacktheit, zum Liebesspiel und homoerotischen Beziehungen an Häuserwänden sowie auf Alltagsgegenständen wie Lampen und Spiegeln hinterließ, kann doch nur einen freien Umgang mit Sexualität und Erotik gehabt haben, oder?

Der Autor zeichnet mehr als nur ein Sittengemälde Roms. Er wirft den Blick weit über Italien hinaus in die römischen Provinzen und zeigt an zahlreichen Objekten und schriftlichen Hinterlassenschaften das Verhältnis der Römer zu Körper, Nacktheit, Geschlecht, Liebe und sexuellen Beziehungen.

Manch eigenwillige Konstruktion von Zusammenleben oder Sex ohne Bindung bringt die aktuelle Studie dabei hervor. Kurios, amourös oder mitunter auch hilfreich für heutige Verliebte mögen Verfahren der Liebeswerbung in der römischen Antike wirken, die der Autor zum jetzigen Wissensstand beitragen kann. Und selbstverständlich werden auch Liebestechniken und Sexualpraktiken behandelt. Bekanntlich sind Liebe und Leid nicht weit voneinander entfernt, und so wird das Thema des Glücks in der Liebe sowie der unglücklichen Liebe ebenfalls in den Fokus des Lesers gerückt.

Dieser mit zahlreichen Abbildungen versehene Band bietet einen nie dagewesenen, umfassenden Überblick über die römische Auffassung von Sexualität und Erotik, Liebe und Leidenschaft – ohne die Liebesmagie als solche zu entzaubern!


Inhaltsverzeichnis

Über den Autor

Günther E. Thüry, geb. 1950, studierte Ur- und Frühgeschichte, Latinistik und Gräzistik in Basel. 2007 erhielt er ein Ehrendoktorat der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und 2009 den Doktortitel. Seit 1980 ist er als Universitätslektor in Salzburg, Leipzig und Wien tätig. Schon lange beschäftigt er sich mit dem Thema Liebe und Erotik im Römischen Reich.

Leseprobe

Pressestimmen

„Bietet einen nie dagewesenen, umfassenden Überblick über die römische Auffassung von Liebe“ Das Italien Magazin, 1/2016