Leuchte des Exils

Zeugnisse jüdischen Lebens in Mainz und Bingen

Hans Berkessel, Hedwig Brüchert, Wolfgang Dobras, Ralph Erbar, Frank Teske (Hrsg.)




Jüdisches Leben in einer SchuM-Stadt

Sie waren von zentraler Bedeutung für die jüdischen Gemeinden in Mitteleuropa am Beginn des 13. Jhs., denn sie gelten als Geburtsstätte der aschkenasischen religiösen Kultur – die SchuM-Städte Speyer, Mainz und Worms.

Ihr gemeinsamer Antrag auf Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes war ein Grund zur kommentierten Dokumentation der Quellen und Materialien der SchuM-Stadt Mainz in diesem Band. Das Material reicht von der erstmaligen Erwähnung jüdischer Ansiedlung im 9. Jh. bis zum Umgang mit der jüdischen Geschichte in der Nachkriegszeit. Die Quellen berichten von der kulturellen Blüte des Judentums, gelungener Integration und Akkulturation ebenso wie von den Erfahrungen von Leid, Verfolgung und Vernichtung. Diese Bandbreite der Quellen ist von großem fachwissenschaftlichem Wert und beleuchtet den Facettenreichtum der jüdischen Geschichte in und um Mainz. Damit soll der herausragende Stellenwert des jüdischen Lebens für die gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Stadt Mainz einer breiten interessierten Leserschaft verdeutlicht werden.


Inhaltsverzeichnis

Über den Autor

Hans Berkessel, Pädagoge und Historiker, ehem. Lehrer und Regionaler Fachberater Geschichte Rheinhessen (bis 2015), freier Mitarbeiter am Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz, Mitbegründer und stv. Vorsitzender des Vereins für Sozialgeschichte Mainz e.V., Mitherausgeber und Redakteur der Mainzer Geschichtsblätter. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Sozial- und Kulturgeschichte des 19. u. 20. Jh. und zur historisch-politischen Bildung.

Hedwig Brüchert, Historikerin, 1995 bis 2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar bzw. am Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz; 1983 bis 2011 Vorsitzende des Vereins für Sozialgeschichte Mainz e.V.; seit 2000 ehrenamtliche Leiterin des Stadthistorischen Museums Mainz; Mitarbeit an stadtgeschichtlichen Ausstellungen; Mitwirkung bei den „Begegnungswochen Mainzer Juden“ 1991 bis 2001, Veröffentlichungen u. a. zur Mainzer städtischen Sozialpolitik, zu Frauen in der Nachkriegszeit in Rheinland-Pfalz, zur Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs im Raum Mainz und Wiesbaden sowie zur Geschichte der Mainzer Juden im 20. Jahrhundert.

Wolfgang Dobras, Historiker und Archivar, Ltd. Direktor des Stadtarchivs Mainz, Honorarprofessor am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Redakteur der Mainzer Zeitschrift - Mittelrheinisches Jahrbuch für Archäologie, Kunst und Geschichte, Redakteur der Beiträge zur Geschichte der Stadt Mainz, zahlreiche Veröffentlichungen zur Stadt- und Kirchengeschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit sowie zur Numismatik.

Ralph Erbar, Historiker und Pädagoge, Fachleiter für Geschichte am Staatlichen Studienseminar in Bad Kreuznach, Lehrer an der Privaten Hildegardisschule in Bingen, Dozent für Geschichtsdidaktik am Historischen Seminar der Universität Mainz. Landesvorsitzender des rheinland-pfälzischen Geschichtslehrerverbandes (seit 2001), Beisitzer (2006–2012) und stellvertretender Vorsitzender (seit 2012) im Geschäftsführenden Bundesvorstand. Publikationen zur deutschen und europäischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zur Fachdidaktik.

Frank Teske, Historiker und Archivar, stellvertretender Leiter des Stadtarchivs Mainz, Autor zahlreicher Beiträge zur neueren und neuesten Stadtgeschichte und Kurator mehrerer stadthistorischer Ausstellungen.

Leseprobe

Pressestimmen

"Von frühen Pogromen bis zum heutigen Alltag" AZ, 24.11.2016