Kykladen

Von Delos bis Santorin. Unterwegs auf den Inseln der olympischen Götter

Kurt Roeske und Patrick Schollmeyer




„Bin ihnen begegnet, den Göttern und Halbgöttern“

… unter strahlend blauem Himmel, in zerklüfteter, unberührter Landschaft und mit atemberaubendem Blick auf das ägäische Meer. Dieses Bild senkt sich im Kopf, denkt man an die Inselgruppe der Kykladen vor der griechischen Küste.

Hier spielten sie eine tragende Rolle. Denn die Kykladen, mit ihren Mythen, sind die heiligen Inseln der olympischen Götter. Sie finden ihren Niederschlag in der Dichtung und Literatur eines Archilochos, Thukydides, Herodot und Ovid. Delos lud als Geburtsinsel des Gottes Apollon mit ausgefeilter Wohnkultur zu nächtlichem Gelage; einem Luxus der auf den Erträgen aus grausamem Sklavenhandel auf den Märkten der Insel gründete.

Naxos erzählt die Geschichte einer verratenen Liebe; Ariadne, verlassen vom treuelosen Theseus, gerettet von Dionysos, der auf Naxos in Yria ein bedeutendes Heiligtum besaß. Sein göttlicher Halbbruder Apollon sollte gar einen kolossalen Tempel erhalten, den man zwar nie fertigstellte, dessen Tor aber zum Wahrzeichen der Insel wurde.

Melos durch Obsidian-Vorkommen seit Urzeiten reich, ist Schauplatz eines vom Historiker Thukydides im 5. Jahrhundert v. Chr. in Szene gesetzten Dialogs, in dem es um Macht und Recht geht. Wunder gibt es immer wieder! Das zeigt die Gottesverehrung auf Tenos. Einst war es Poseidon, auf den Verzweifelte und Kranke alle Hoffnung setzten und dabei nicht selten durch wundersame Heilungen belohnt wurden. Heute ist es die Gottesmutter Maria, deren wundertätiges Bildnis in einer Wallfahrtskirche verehrt wird.

Und dann ist da noch Thera / Santorin, deren unbeschreibliche Schönheit das Ergebnis einer der größten Naturkatastrophen aller Zeiten war – die uns aber gleichzeitig Momentaufnahmen des Lebens vor über 3.000 Jahren geschenkt hat.


Inhaltsverzeichnis

Über den Autor

Kurt Roeske ist Klassischer Philologe. Von 1979 bis 1986 leitete er die Deutsche Schule in Athen. Seit seiner Pensionierung 1997 ist er u. a. als Dozent an der Volkshochschule Mainz tätig und führt Reisegruppen durch die antike Welt, nebenbei arbeitet er als Buchautor; Patrick Schollmeyer ist als Klassischer Archäologe an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig und betreut dort die beiden Fachsammlungen. Seit 2016 ist er zudem Vorsitzender des Deutschen Archäologen-Verbandes (dArV).

Leseprobe

Pressestimmen

Wir erfahren "die Kykladen wie ein großes Theater, in dem eindrucksvolle Landschaftskulisse sich mit den Mythen der griechischen Vergangenheit zu einer faszinierenden Einheit verbinden. (…) Eine Welt der Wunder, der Mythen und der Legenden, eine Welt des Theaters und der Wissenschaft eröffnet sich dem Leser. Wenn man diese Buch gelesen hat, möchte man sofort einen Flug auf die Kykladen buchen.“ (Studiosus, September 2017)

„Man muss kein Altphilologe sein, um den Erlebnis-Reise-Führer zur Postkartenidylle Kykladen zu genießen und Reisesehnsucht nach dieser sonnenverwöhnten und geschichtsreichen Region zu entwickeln.“ (Westerwald Kurier, 12.08.2017)

„Zur Veranschaulichung setzen die Autoren neben archäologischen und historischen Darstellungen überwiegend auf ausführliche wörtliche Zitate antiker Schriftsteller und Historiker.“ (ekz.bibliotheksservice, am 14.8.2017)