Konrad der Große

Die Adenauerzeit in Köln 1917 bis 1933

Rita Wagner (Hrsg.)




Kanzler des Westens und König des Rheinlands

Bevor er der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland wurde, hatte Konrad Adenauer ein bewegtes politisches Leben hinter sich. Warum die Zwanziger Jahre in Köln bis heute den Namen des Mannes, der sie nachhaltig geprägt hat, tragen, erklären zahlreiche Autoren in diesem Buch.


Als Konrad Adenauer am 18. Oktober 1917 sein Amt als Oberbürgermeister in Köln antrat, herrschte in Berlin noch der Kaiser und es tobte der Krieg. Als Mann mit Weitsicht und Erfindergeist half er der Kölner Bevölkerung über Lebensmittelknappheit und andere Nöte hinweg. Im November 1918 war der Erste Weltkrieg verloren und wenig später zogen britische Besatzungstruppen in Köln ein und blieben bis 1926.

Die im Versailler Vertrag festgeschriebene Entmilitarisierung des Rheinlandes machte sich Konrad Adenauer zunutze, um Köln zum wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt im Westen Deutschlands auszubauen. Die Anlage des Grüngürtels als grüne Lunge für die wachsende Großstadt, ergänzt durch Sporteinrichtungen in Müngersdorf sind legendär. Mit der 1924 in Deutz eröffneten Messe wurde Köln zur bedeutenden Messestadt und besaß bereits 1925 mit dem Hansahochhaus das höchste Haus Europas. Der Flughafen Butzweilerhof wurde zum wichtigsten westdeutschen Zivilflughafen ausgebaut und in Niehl entwickelte sich ein neuer Industriehafen. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Großprojekte sowie der Bau der Fordwerke 1930 war in vielem dem persönlichen Engagement Adenauers zu verdanken.

In der ADENAUERzeit wurde Köln zum Zentrum der Dadaisten und die Kölner Werkschulen sowie die Musikhochschule tragen noch heute zum Renommée der Kulturstadt Köln bei.

Inhaltsverzeichnis

Über den Autor

Das Museum
Das Kölnische Stadtmuseum sammelt und bewahrt Objekte, die für die Geschichte Kölns vom MIttelalter bis in die Gegenwart von Bedeutung sind, um das kulturelle und historische Erbe der Stadt für künftige Generationen zu erhalten. In der Sonderausstellung „Konrad der Große“ soll nicht nur die Person Konrad Adenauers, sondern auch die rheinische Metropole Köln in den Fokus gerückt werden.

Leseprobe

Pressestimmen

„Prägender Stadtvater: Adenauers Kölner Jahre - Die Schau bietet einen vielfältigen Blick auf das städtische Leben in der bewegten Zeit zwischen 1917 und 1933. Im Fokus stehen dabei sowohl die Person Konrad Adenauers als auch Alltag, Kultur, Politik, Wirtschaft, Kunst, Sport und Mode im Köln der Weimarer Republik.“ (DAMALS. Das Magazin für Geschichte, 9/2017, 43. Jahrgang)

„Die Beiträge des Ausstellungs-Begleitbandes und die seltenen historischen Aufnahmen informieren detailreich über diesen Weg, auf dem Adenauer zur prägenden politischen Gestalt des Rheinlands aufstieg. Der Leser kann auf durchaus faszinierende Weise eine der außergewöhnlichsten politischen Karrieren unserer jüngeren Geschichte verfolgen, die nicht nur für Köln oder das Rheinland, sondern auch für ganz Deutschland und schließlich für Europa von ungewöhnlicher Bedeutung war.“ (Der Niederrhein, Oktober 2017)