Wüstengrenze des Imperium Romanum

Der römische Limes in Jordanien und seinen Nachbarländern

Hans-Peter Kuhnen und Johanna Ritter




Schicksalsgrenze des Römischen Reiches

Der Limes – Schutz vor Fremden und Repräsentationszeichen einer Großmacht. Als die römische Orientarmee 634 vor den Heeren des Propheten zurückwich, begannen der Aufstieg des Islam und der Untergang von Byzanz. Der vorliegende Band zeigt, wie die Grenze im Osten mehr als der Limes im Westen zum Brennpunkt der Sicherheitspolitik Roms vom 1. bis zum 7. Jahrhundert wurde und stellt anschließend die wichtigsten Ausgrabungsstätten vor, an denen Spuren dieser Geschichte zu erleben sind.


In einem ersten Teil zeichnet eine archäologisch-historische Einführung die großen Linien militärischer Sicherung der Ostgrenze des Imperium Romanum nach. Monumente in Iraq, Syrien, Jordanien und Israel werden dabei vorgestellt. Im zweiten Teil folgen Fachinformationen in Bild und Text zu den konservierten Ausgrabungsstätten, dazu praktische Hinweise zur Erreichbarkeit sowie auf weiterführende Literatur. Im Mittelpunkt stehen die Kastelle und anderen römischen Militärplätze in Israel und Jordanien, die touristisch erschlossen und ohne Sicherheitsbedenken zu besichtigen sind. Syrische und irakische Fundorte werden in der Einführung behandelt, jedoch angesichts der aktuellen Sicherheitslage ohne konkrete Reisehinweise.

Aufgrund der aktuellen kriegsbedingten Zerstörung von Limesstätten in Syrien und im Iraq stellt das Werk damit auch Hintergrundinformationen zum Denkmälerbestand des Limes und seiner Geschichte für die bevorstehenden Wiederaufbau- und Restaurierungsmaßnahmen bereit.

Über den Autor

Hans-Peter Kuhnen ist Leitender Akademischer Direktor am Institut für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er forscht zur Archäologie am obergermanisch-raetischen und am arabischen Limes. Zudem verfasste er das Handbuch „Palästina in griechisch-römischer Zeit“. Johanna Ritter ist Archäologin, Doktorandin am Institut für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem hessischen Landesamt für Denkmalpflege Wiesbaden. 2015 – 2017 Promotionsstipendiatin der Begabtenförderung der Stipendienstiftung Rheinland-Pfalz.