Konturen. Texturen. Zwischenräume

Diethard Herles in der Glyptothek

Florian S. Knauß (Hrsg.)

Die Suche nach dem Detail

beginnt in der Glyptothek am Münchner Königsplatz. Hier haben berühmte antike Statuen wie der Barberinische Faun, die Büste von Kaiser Septimius Severus oder die sogenannten Aegineten aus dem Giebel des Aphaia-Heiligtums in Aegina ihre Heimstatt. Der Künstler und Hochschullehrer Diethard Herles tastet sich mit einem Blick auf Formen und Texturen an diese Kunstwerke heran.

Bei der Betrachtung von Kunst, hier griechischer und römischer Skulptur, fragt man meist nach Inhalt und Bedeutung der Darstellung. Da diese Werke aber oft festen Bildtypen und Mustern folgen, sind Form und Stil zum Verständnis unabdingbar wichtig.

Auf solche formalen Aspekte, insbesondere Konturen, Texturen und entstehende Zwischenräume, fokussiert nun Diethard Herles und nimmt diese in seinen Werken wieder auf.

Ihm geht es um die Suche nach dem Detail, um die wahrnehmende Entdeckung und den mit den Augen vollzogenen Genuss der Einzelform, aus denen ein neues Verständnis des Ganzen erwachsen kann.

Das Museum und die Ausstellung:
In der im Auftrag König Ludwigs I. von Leo v. Klenze erbauten und 1830 eröffneten Glyptothek werden schon seit fast 40 Jahren in temporären Ausstellungen antike Werke mit moderner Kunst konfrontiert. Gerade in solchen Gegenüberstellungen werden die Qualität der Antiken und der einzigartige Charakter der Glyptothek, die Harmonie von Raum und Skulptur, besonders augenscheinlich.
Die Glyptothek München zeigt vom 13. Juni bis zum 8. Dezember 2013 die Sonderausstellung "Texturen. Konturen. Zwischenräume". Mehr unter www.antike-am-koenigsplatz.mwn.de/glyptothek