Das Ende, das ein Anfang war

Felsreliefs und Felsinschriften der luwischen Staaten Kleinasiens vom 12. bis 8./7. Jahrhundert v. Chr.

Horst Ehringhaus




Dokumente aus einer Zeitenwende

Felsreliefs und Felsinschriften sind – anders als mobile Kunstwerke – unveränderlich an den Ort ihrer Entstehung gebunden. Sie weisen einen engen Bezug zur umgebenden Landschaft auf. Ihre inhaltlichen Aussagen sind für die Geschichtsforschung von unschätzbarem Wert.

Über mehr als fünf Jahrhunderte haben die Herrschenden über Reiche im Gebiet der heutigen Türkei dynastische, politische oder historische Mitteilungen sowie Berichte ihrer Feldzüge hinterlassen. Bereits im letzten Jahrhundert des etwa 1185 untergegangenen hethitischen Großreiches waren zahlreiche Felsreliefs mit figürlichen Darstellungen von Gottheiten und Herrschern entstanden, deren Identität oft nur durch kurze Zeilen mit Hieroglyphenzeichen definiert wurde, während narrative Inschriften fast ausnahmslos fehlten.

Auf den nun folgenden, luwischen Felsdenkmälern – die ersten entstehen bereits im ausgehenden 12. Jh. v.Chr. – werden hingegen oft lange, recht ausführliche, mit hieroglyphen-luwischen Zeichen geschriebene Texte wiedergegeben, die uns, ebenso in den abgebildeten Gestalten, manches interessante kulturgeschichtliche Detail mitteilen. Luwische Herrscher trugen noch über Jahrhunderte Namen von Königen des untergegangenen hethitischen Großreiches.



Inhaltsverzeichnis

Über den Autor

Horst Ehringhaus studierte Architektur, Kunstgeschichte, Baugeschichte. Forschungsreisen in den Jahren 1980-2012 nach Anatolien, in den Vorderen Orient und den gesamten Mittelmeerraum sowie nach Mittel- und Südamerika führten ihn immer wieder zu Felsdenkmälern. Schließlich rundeten die archäologische Ausgrabung des Sirkelihöyük in der Südosttürkei (1992-97), Vorträge, Publikationen, Beiträge in archäologischen Fachbüchern und Zeitschriften seine Forschungen zu Inschriften und Felsdenkmälern ab.

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Pressestimmen

"Entstanden ist ein spannendes Buch mit hochinteressanten historischen und sprachwissenschaftlichen Inhalten über ein Volk, das bisher zu wenig Beachtung fand." Kemet