Textile Erwerbungen und Sammlungsstrategien europäischer Museen in der NS-Zeit


Annette Paetz gen. Schieck, Dirk Senger (Hrsg.)




Textilsammlungen in der Zeit des Nationalsozialismus

Textilien wurden bislang nur selten in den Fokus der Provenienzforschung genommen. Dies geht aus einer umfassenden Recherche zum Erwerb der Trachtensammlung aus dem Besitz des Malers Paul Prött im Jahre 1943 hervor, die vom Deutschen Textilmuseum durchgeführt wurde. Die Sammlung gelangte 1943 an die Gewebesammlung der Textilingenieurschule Krefeld, den Vorgänger des Deutschen Textilmuseums.


Um die Diskussion über diese Materialgattung zu eröffnen und darzulegen, dass auch hier Forschungsbedarf besteht, lud das Deutsche Textilmuseum Forscherinnen und Forscher im September 2017 zu einem internationalen Symposium nach Krefeld ein, um die wenigen Fallbeispiele zusammen zu tragen.

Von besonderem Interesse waren hierbei die Verbindungen europäischer Sammler und Sammlungen untereinander, aber auch die internationalen Verfl echtungen und Mechanismen des Kunsthandels, die Erfassung von handelnden Staatsorganen sowie die in Erscheinung tretenden Protagonisten.


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Über den Autor

Herausgeber

Annette Paetz gen. Schieck ist Archäologin mit Spezialisierung auf Textilforschung, studierte und promovierte an der Universität Köln, und ist seit 2012 die Direktorin des Deutschen Textilmuseums Krefeld.

Dirk Senger studierte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mittelalterliche, neuere und neueste Geschichte und Politikwissenschaft. Während des Studiums beschäftigte er sich unter anderem mit der Kulturpolitik und Wissenschaftler in der Zeit des Nationalsozialismus. Er arbeitet als Redakteur bei der Stadt Krefeld und ist Verfasser mehrerer Beiträge zur Regionalgeschichte.

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