Döppesbäckere
Buchdetails:
€ 39,00 (D) / € 40,10 (A)
304 Seiten, 200 Abbildungen
21 x 29,7 cm
gebunden
ISBN: 978-3-96176-149-4

Döppesbäckere

Die Töpfereien von Glimbach, Gevenich und Körrenzig und ihr Anteil an der Töpfertradition des 17. bis 20. Jahrhunderts zwischen Rhein und Maas

Simon Matzerath, Ernst Helmut Segschneider






Tausende Scherben

Die neuzeitlichen Töpferzentren am Niederrhein stehen erst am Anfang einer systematischen Untersuchung. Weitgehend unbekannt waren bislang die in Mundart "Döppesbäckere" genannten Töpfer im Mittleren Rurtal (Kreis Düren). Das aus den benachbarten Ortschaften Glimbach, Gevenich und Körrenzig bestehende Töpferzentrum wurde nun in einem interdisziplinären Projekt aufgearbeitet.

Dabei wurde die Perspektive nicht nur auf die Töpfertradition am Niederrhein ausgeweitet, sondern es wurde auch das Potential einer breiten methodischen Herangehensweise aufgezeigt.

Mehr als 80 namentlich genannte Töpfer des 17. bis 20. Jahrhunderts konnten für die drei Ortschaften ermittelt werden – darunter auch einzelne Töpferinnen. Tausende Scherben und etliche Gefäße wurden begutachtet, beschrieben, datiert und in ihrer Funktion eingeordnet. Ihre Herstellungstechnik wurde experimentell nachvollzogen und dokumentiert.

Schließlich konnten durch naturwissenschaftliche Analysen die spezifischen Tonvorkommen ermittelt werden. Die Anteile in der Zusammensetzung der Spurenelemente erlauben eine Abgrenzung zur Keramik von anderen Töpferorten im Raum zwischen Rhein und Maas. Der vorliegende, reich bebilderte Band beinhaltet Beiträge von acht Autoren aus Deutschland und Österreich.

Dieser Band ist ein Grundlagenwerk für jeden Wissenschaftler und Nichtfachmann, der sich mit neuzeitlicher Keramik beschäftigt


Über den Autor

Die Herausgeber

Simon Matzerath,studierte verschiedene archäologische Fachrichtungen und Geschichte in Köln, Bonn, Tübingen und Paris. Das Studium schloss er 2009 mit dem Magister in Ur- und Frühgeschichte, Archäologie der römischen Provinzen und Alte Geschichte ab. Er nahm an archäologischen Ausgrabungen in Mittel- und Südwesteuropa sowie im Orient teil und ist seit Oktober 2016 Direktor des Historischen Museums Saar am Saarbrücker Schlossplatz.

Ernst Helmut Segschneider, studierte in Marburg Germanistik, Slawistik, Geschichte, Volkskunde und Kunstgeschichte. 1969 wurde er an der Universität Bonn promoviert. Danach war er als Museumswissenschaftler am Niedersächsischen Freilichtmuseum in Clop- penburg und am Kulturgeschichtlichen Museum in Osnabrück tätig. Seine Forschungen, Ausstellungen und Publikationen wandten sich vorzugsweise Themen der Sachvolkskunde.