Buchvorstellungen

Kehillah Schpira – Zeugnisse jüdischen Lebens in Speyer

Am Dienstag, den 11. Oktober 2022 wird der dritte Band rund um die SchUM-Städte vorgestellt. Die Veranstaltung findet um 18:00 Uhr im Historischen Ratssaal (Maximilianstraße 12, 67346 Speyer) statt und ist Teil der SchUM Kulturtage 2022 in Speyer. Der Eintritt ist frei.

Das geschlossene Ensemble des Judenhofs mit der Ruine der alten Synagoge (seit 1104 ältester jüdischer Kultbau des Mittelalters in Europa) und der mit romanischen Ornamenten verzierten Mikwe (seit 1126 ältestes jüdisches Ritualbad Mitteleuropas) bildete für fast 400 Jahre das religiöse, kulturelle, rechtliche und administrative Zentrum der jüdischen Bevölkerung in Speyer. Von Anfang an bestanden unter den Gelehrten und Führungsgruppen der drei Gemeinden Warmaisa, Magenza und Schpira enge persönliche und familiäre Beziehungen und ein reger Austausch. Dies führte um 1200 zur Bildung eines Gemeindebundes, der gleichlautende Rechtssatzungen für alle drei Gemeinden schuf, die für das gesamte aschkenasische Judentum Europas gültig waren.

Wegen dieser herausragenden religiös-kulturellen Traditionen und der außergewöhnlichen Bedeutung der materiellen Überreste strebten das Land Rheinland-Pfalz, die jüdischen Gemeinden und die Städte Worms, Mainz und Speyer die Anerkennung als UNESCO-Welterbestätte an, zu welchem sie am 27. Juli 2021 wurden.

Das neue „Quellenlesebuch“, als fünfter Band der Reihe „Beiträge zur Geschichte der Juden in Rheinland- Pfalz“, umfasst einen Zeitraum von fast 1000 Jahren jüdischen Lebens in Speyer. Die Bild- und Schriftzeugnisse reichen von 1084 bis zur Einweihung der neuen Synagoge Beit-Schalom im Jahr 2011. Die Quellen berichten von der kulturellen Blüte des Judentums und gelungener Integration und Akkulturation ebenso wie von den Erfahrungen von Leid, Verfolgung und Vernichtung.

Sommerausstellung der Galerie unterm Maulbeerbaum

Vom 12. Juni bis zum 25. September 2022 können in der Galerie unterm Maulbeerbaum die Werke von Sibylle Möndel in der Ausstellung “waldwärts” betrachtet werden. Sowohl am 12. Juni wie auch am 25. September wird die Künstlern selbst anwesend sein.

Kunst unterm Maulbeerbaum ist Kunst auf dem Weg zu den Menschen
Jedes Jahr von Juni bis September findet hier eine Ausstellung statt – unter einem Maulbeerbaum, in einem der schönsten Innenhöfe Rheinhessens, in Badenheim. Weitab von den großzügigen, weiten Ausstellungsflächen moderner urbaner Galerien erleben Besucher*innen einen herzlichen und sehr entspannten Umgang mit Kunst.
Das Programm der Galerie ist ehrgeizig. Sie will Neues zeigen, zu neuen Ideen beitragen, Begegnungen mit Ungewohntem herstellen, und dennoch auch für die Menschen aus der Nähe zugänglich sein. Weit mehr als eine bloße Ausstellungsstätte ist sie wie eine zweite Heimat für Künstler*innen und Kunstinteressierte mit großem oder kleinem Budget, für Menschen, die sich auf die Begegnung mit der Kunst einlassen.