Di, 12.06.2018

Himmlisch diabolisch – Mode der anderen Art

Frau trägt Schlange oder federleichtes Weiß – das ist himmlisch neue Mode junger Designer

Die Antike als Inspiration für junge Modeschöpfer – das war die Grundidee eines Projektes der Akademie für Mode & Design (AMD) in München. Das Ergebnis der intensiven Auseinandersetzung der Studierenden mit antiker Kleidung, ihrer Stofflichkeit und ihren Accessoires ist eine völlig neue und expressive Modekollektion.

Die professionellen Fotografien dieser Kreationen, aufgenommen von Peter Schreiber und Renate Kühling, sind im Begleitkatalog DivineXDesign, aufgemacht wie ein Mode-Journal, zu sehen.

Ein Must-have für Frau und Mann von heute!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Frank Lin                                               © Susanna Niklas

Di, 05.06.2018

Meine zwei Heimaten – das Leben ging damals weiter. Zeitzeugen und Nachfahren berichten

Vom Leben jüdischer Familien bis zum Holocaust und darüber hinaus

Sie waren bis zum nationalsozialistischen Terror kulturelle Zentren von deutsch-jüdischem Leben – die am Altrhein gelegenen Ortschaften Gimbsheim, Eich und Hamm. „Die Juden vom Altrhein. Biografische Dokumentation von den Anfängen bis zum Holocaust und dem Weiterleben in der Emigration“ von Gabriele Hannah, Martina Graf und Hans-Dieter Graf beleuchtet die wechselvollen Lebensgeschichten jüdischer Familien in Rheinhessen über 300 Jahre. Illustriert durch zahlreiche bisher unveröffentlichte Fotos, Briefe und Dokumente entsteht ein anschauliches Portrait des Landjudentums in der Altrheinregion.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung oben: © http://www.oakalleyplantation.com/
Abbildung unten: © The Peddler´s Wagon, Zeichnung von Charles Green Bush (1842–1909), Library of Congress
 

 

Mi, 30.05.2018

Licht als Lebens- und Kulturform

Die Geschichte des Lichts von der Vorzeit bis in die Moderne

Die wärmende Kraft des Feuers und das damit verbundene Licht waren lebensspendend und anheimelnd zugleich. Die Versuche, Licht zu „domestizieren“ ziehen sich durch die Menschheitsgeschichte wie ein roter Faden. Lampen dienten dabei als Behältnisse zum „Festhalten des Feuers“ – ihre Entwicklung wird in diesem Buch „Leuchtende Vergangenheit – Historische Lampen aus der Sammlung Touché“, verfasst von Werner Touché geschildert.

Di, 22.05.2018

Spätantike – Umbruch und Wandel

Rheinzone – politisch-religiöser Brennpunkt in der Spätantike

Das Eindringen fremder Völker und das aufstrebende Christentum führten vom 3. bis zum 6. Jahrhundert, dem Ende der Spätantike, zum sukzessiven politischen und gesellschaftlichen Umbau des römischen Großreiches. Warum römische Kaiser dabei auf die Nordwestprovinzen fokussierten und welche besondere Rolle die Städte am Rhein spielten, zeigt der Katalog „Spätantike und Frühes Christentum“ von Sabine Schenk und Konrad Vössing, herausgegeben von Gabriele Uelsberg. Kostbare und seltene Objekte aus der Dauerausstellung des Rheinischen LandesMuseums Bonn berichten aus einer Zeit der Unruhen und Veränderungen, sind aber auch Zeugen von Kontinuitäten im Neubeginn. Der Band ist der Start der Reihe „LVR-LandesMuseum Bonn – Blick in die Sammlung“ und überrascht zum Schluss mit einem archäologischen Rundgang durch das spätantike-frühchristliche Bonn.

Auf dem 19. Internationalen Kongress für Klassische Archäologie in Bonn wird dieser Band an unserem Buchstand präsentiert.

Do, 17.05.2018

Natürlich lecker – Kulinarischer Genuss

Kochen mit Gewürzen wie die alten Römer oder die „New Nordic Cuisine“ der Isländer? – Genuss in anderen Kulturen

Schon Oma wusste es: am Straßenrand, auf Wiesen oder im eigenen Garten wachsen die Geheimnisse einer guten Küche – denn vollmundige Kräuter und wohlriechende Gewürze machen aus den einfachsten Gerichten einen wahren Genuss.

Dies war auch den alten Römer klar und nicht zuletzt deshalb erleben die römische Küche und bewusstes Essen in den letzten Jahren einen kulinarischen Hype. Diesem Trend folgend regt Günther E. Thürys „Gewürze aus dem alten Rom – Das Geheimnis der römischen Küche“ zur Verwendung antiker Würzpflanzen in ausgesuchten Rezepten an.

Ein Blick über den wortwörtlichen Tellerrand bietet „Zu Gast auf Island“. Für alle, die in die Welt zwischen „New Nordic Cuisine“ und der traditionell biologischen Küche eintauchen wollen, ist das Buch von Renate Kissel und Ulrich Triep ein absolutes Muss. Also: An die Töpfe, fertig, los!

Do, 17.05.2018

Erinnern und bewahren – Jüdisches Leben am Altrhein

Vom Leben jüdischer Familien auf dem Land

Der Band „Die Juden vom Altrhein. Biografische Dokumentation von den Anfängen bis zum Holocaust und dem Weiterleben in der Emigration“ von Gabriele Hannah, Martina Graf und Hans-Dieter Graf stellt das Leben jüdischer Familien in Rheinhessen vor. Er überrascht mit Aspekten deutsch-jüdischen Lebens im deutschen Kaiserreich und erzählt von spannenden Emigrationsgeschichten der Glücksritter des 19. Jahrhunderts. Das Buch fokussiert selbstverständlich auf die Familienbiographien der NS-Zeit, geht aber weit darüber hinaus bis in die Gegenwart und zum Weiterleben der Nachfahren in der Emigration.

Die Besonderheit dieses am 28.05.2018 erscheinenden Buches liegt in den Erinnerungen und Aussagen Überlebender.

Erwarten Sie ein ebenso erschütterndes wie überraschendes und reich bebildertes Buch.

Do, 17.05.2018

Irren ist menschlich!

Über das Irren der Menschheit und Mythen in der Archäologie

Datum: 4022 n. Chr. Ort: USA. Ein Archäologe entdeckt bei Ausgrabungen etwas Rätselhaftes. Wie einfach ist es jetzt, sich zu irren? David Macaulay schildert in „Motel der Mysterien“ die Möglichkeiten falscher Deutungen materieller Hinterlassenschaften. In 45 Abbildungen zeigt er die Fehlinterpretationen von im 21. Jahrhundert gebräuchlichen Alltagsgegenständen durch einen Wissenschaftler des 5. Jahrtausends n.Chr. Da wird eine Klobürste schnell einmal zum Weihwasserwedel und Zahnbürsten zu kostbaren Ohrgehängen. Trugschluss oder historische Wahrheit?

Auch der Ausstellungskatalog „Irrtümer & Fälschungen der Archäologie“ zeigt, wie einfach es ist, sich in der Archäologie zu irren. So räumt dieser mit 488 Bildern ausgestattete Katalog traditionellen Meinungen auf und untersucht etwa, ob Einhörner einst durch den Harz streiften … oder auch nicht!

Und das ist kein Irrtum: Poster und Lesezeichen mit den Cover-Motiven sind auf Anfrage verfügbar.

Fr, 04.05.2018

Auf allen Wegen Sonne

Sonne auch ganz nah genießen…

…zum Beispiel im heimischen Liegestuhl. Viele zieht es zum Entspannen in die Ferne, doch auch auf dem eigenen Balkon lässt sich das Fernweh lindern.

Spannende und abwechslungsreiche Unterhaltung liefert Wolfgang Minaty’s Buch „Grünewalds verschollenes Bild – Untergegangen?“. Minaty stellt hier in feinster Krimi-Manier frisch erforschte und belegte Tatsachen dar, die ein neues Licht auf den Verbleib eines Kunstwerks von Matthias Grünewald wirft. Nicht weniger aufregend ist Stephan Berry’s Werk über „Caligulas Schwager“: Marcus Vinicius. Dieser nämlich überlebte unbeschadet einige Intrigen und Machtspiele, an Caligulas Kaiserhof. Keine leichte Aufgabe. Berry erzählt in seinem Buch wie Vinicius dieses „Wunder“ vollbracht hat.

Mi, 25.04.2018

Wechsel- und schicksalshafte Judenpolitik

Zwischen Judenschutz und Judenaufnahme, Denunziation und Judenausweisung – Widersprüchliche Judenpolitik durch die Jahrhunderte

Trotz ihres Status als wichtige Handelspartner und Kreditgeber war das Leben der Mainzer Juden über Jahrhunderte von Schutzgeld und Sanktionen geprägt.

Das Sachbuch „Die Judenpolitik der Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten – Von Adolf II. von Nassau bis Anselm Franz von Ingelheim 1461 – 1695“ zeigt die oft widersprüchlichen Handlungen der Kirchenvertreter in Bezug auf die Mainzer Juden eindrucksvoll auf und beleuchtet gleichzeitig die Rolle der Juden im städtischen Leben. Als erste umfassende Darstellung der frühneuzeitlichen Judenpolitik in Kurmainz leistet dieses Werk Pionierarbeit in der Offenlegung des landesherrlichen Verhältnisses zu den Juden.

Abb.: © Stadtarchiv Mainz