Do, 24.05.2018

Meine zwei Heimaten – das Leben ging damals weiter. Zeitzeugen und Nachfahren berichten

Vom Leben jüdischer Familien bis zum Holocaust und darüber hinaus

Sie waren bis zum nationalsozialistischen Terror kulturelle Zentren von deutsch-jüdischem Leben – die am Altrhein gelegenen Ortschaften Gimbsheim, Eich und Hamm. „Die Juden vom Altrhein. Biografische Dokumentation von den Anfängen bis zum Holocaust und dem Weiterleben in der Emigration“ von Gabriele Hannah, Martina Graf und Hans-Dieter Graf beleuchtet die wechselvollen Lebensgeschichten jüdischer Familien in Rheinhessen über 300 Jahre. Illustriert durch zahlreiche bisher unveröffentlichte Fotos, Briefe und Dokumente entsteht ein anschauliches Portrait des Landjudentums in der Altrheinregion.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung oben: © http://www.oakalleyplantation.com/
Abbildung unten: © The Peddler´s Wagon, Zeichnung von Charles Green Bush (1842–1909), Library of Congress
 

 

Di, 22.05.2018

Spätantike – Umbruch und Wandel

Rheinzone – politisch-religiöser Brennpunkt in der Spätantike

Das Eindringen fremder Völker und das aufstrebende Christentum führten vom 3. bis zum 6. Jahrhundert, dem Ende der Spätantike, zum sukzessiven politischen und gesellschaftlichen Umbau des römischen Großreiches. Warum römische Kaiser dabei auf die Nordwestprovinzen fokussierten und welche besondere Rolle die Städte am Rhein spielten, zeigt der Katalog „Spätantike und Frühes Christentum“ von Sabine Schenk und Konrad Vössing, herausgegeben von Gabriele Uelsberg. Kostbare und seltene Objekte aus der Dauerausstellung des Rheinischen LandesMuseums Bonn berichten aus einer Zeit der Unruhen und Veränderungen, sind aber auch Zeugen von Kontinuitäten im Neubeginn. Der Band ist der Start der Reihe „LVR-LandesMuseum Bonn – Blick in die Sammlung“ und überrascht zum Schluss mit einem archäologischen Rundgang durch das spätantike-frühchristliche Bonn.

Auf dem 19. Internationalen Kongress für Klassische Archäologie in Bonn wird dieser Band an unserem Buchstand präsentiert.

Do, 17.05.2018

Natürlich lecker – Kulinarischer Genuss

Kochen mit Gewürzen wie die alten Römer oder die „New Nordic Cuisine“ der Isländer? – Genuss in anderen Kulturen

Schon Oma wusste es: am Straßenrand, auf Wiesen oder im eigenen Garten wachsen die Geheimnisse einer guten Küche – denn vollmundige Kräuter und wohlriechende Gewürze machen aus den einfachsten Gerichten einen wahren Genuss.

Dies war auch den alten Römer klar und nicht zuletzt deshalb erleben die römische Küche und bewusstes Essen in den letzten Jahren einen kulinarischen Hype. Diesem Trend folgend regt Günther E. Thürys „Gewürze aus dem alten Rom – Das Geheimnis der römischen Küche“ zur Verwendung antiker Würzpflanzen in ausgesuchten Rezepten an.

Ein Blick über den wortwörtlichen Tellerrand bietet „Zu Gast auf Island“. Für alle, die in die Welt zwischen „New Nordic Cuisine“ und der traditionell biologischen Küche eintauchen wollen, ist das Buch von Renate Kissel und Ulrich Triep ein absolutes Muss. Also: An die Töpfe, fertig, los!

Do, 17.05.2018

Erinnern und bewahren – Jüdisches Leben am Altrhein

Vom Leben jüdischer Familien auf dem Land

Der Band „Die Juden vom Altrhein. Biografische Dokumentation von den Anfängen bis zum Holocaust und dem Weiterleben in der Emigration“ von Gabriele Hannah, Martina Graf und Hans-Dieter Graf stellt das Leben jüdischer Familien in Rheinhessen vor. Er überrascht mit Aspekten deutsch-jüdischen Lebens im deutschen Kaiserreich und erzählt von spannenden Emigrationsgeschichten der Glücksritter des 19. Jahrhunderts. Das Buch fokussiert selbstverständlich auf die Familienbiographien der NS-Zeit, geht aber weit darüber hinaus bis in die Gegenwart und zum Weiterleben der Nachfahren in der Emigration.

Die Besonderheit dieses am 28.05.2018 erscheinenden Buches liegt in den Erinnerungen und Aussagen Überlebender.

Erwarten Sie ein ebenso erschütterndes wie überraschendes und reich bebildertes Buch.

Do, 17.05.2018

Irren ist menschlich!

Über das Irren der Menschheit und Mythen in der Archäologie

Datum: 4022 n. Chr. Ort: USA. Ein Archäologe entdeckt bei Ausgrabungen etwas Rätselhaftes. Wie einfach ist es jetzt, sich zu irren? David Macaulay schildert in „Motel der Mysterien“ die Möglichkeiten falscher Deutungen materieller Hinterlassenschaften. In 45 Abbildungen zeigt er die Fehlinterpretationen von im 21. Jahrhundert gebräuchlichen Alltagsgegenständen durch einen Wissenschaftler des 5. Jahrtausends n.Chr. Da wird eine Klobürste schnell einmal zum Weihwasserwedel und Zahnbürsten zu kostbaren Ohrgehängen. Trugschluss oder historische Wahrheit?

Auch der Ausstellungskatalog „Irrtümer & Fälschungen der Archäologie“ zeigt, wie einfach es ist, sich in der Archäologie zu irren. So räumt dieser mit 488 Bildern ausgestattete Katalog traditionellen Meinungen auf und untersucht etwa, ob Einhörner einst durch den Harz streiften … oder auch nicht!

Und das ist kein Irrtum: Poster und Lesezeichen mit den Cover-Motiven sind auf Anfrage verfügbar.

Fr, 04.05.2018

Auf allen Wegen Sonne

Sonne auch ganz nah genießen…

…zum Beispiel im heimischen Liegestuhl. Viele zieht es zum Entspannen in die Ferne, doch auch auf dem eigenen Balkon lässt sich das Fernweh lindern.

Spannende und abwechslungsreiche Unterhaltung liefert Wolfgang Minaty’s Buch „Grünewalds verschollenes Bild – Untergegangen?“. Minaty stellt hier in feinster Krimi-Manier frisch erforschte und belegte Tatsachen dar, die ein neues Licht auf den Verbleib eines Kunstwerks von Matthias Grünewald wirft. Nicht weniger aufregend ist Stephan Berry’s Werk über „Caligulas Schwager“: Marcus Vinicius. Dieser nämlich überlebte unbeschadet einige Intrigen und Machtspiele, an Caligulas Kaiserhof. Keine leichte Aufgabe. Berry erzählt in seinem Buch wie Vinicius dieses „Wunder“ vollbracht hat.

Mi, 25.04.2018

Wechsel- und schicksalshafte Judenpolitik

Zwischen Judenschutz und Judenaufnahme, Denunziation und Judenausweisung – Widersprüchliche Judenpolitik durch die Jahrhunderte

Trotz ihres Status als wichtige Handelspartner und Kreditgeber war das Leben der Mainzer Juden über Jahrhunderte von Schutzgeld und Sanktionen geprägt.

Das Sachbuch „Die Judenpolitik der Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten – Von Adolf II. von Nassau bis Anselm Franz von Ingelheim 1461 – 1695“ zeigt die oft widersprüchlichen Handlungen der Kirchenvertreter in Bezug auf die Mainzer Juden eindrucksvoll auf und beleuchtet gleichzeitig die Rolle der Juden im städtischen Leben. Als erste umfassende Darstellung der frühneuzeitlichen Judenpolitik in Kurmainz leistet dieses Werk Pionierarbeit in der Offenlegung des landesherrlichen Verhältnisses zu den Juden.

Abb.: © Stadtarchiv Mainz
Mi, 18.04.2018

Überfälle aus dem Nichts

Der Limes im Osten – Schutz gegen Überfälle, Ort des kulturellen Austauschs und am Ende Schicksalsgrenze Roms

Mit einem massiven Aufmarsch am Nordwestrand der großen Arabischen Wüste zu Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr. versuchte Rom, der Gefahr durch Überfälle der Beduinenstämme zu begegnen. Es folgte der Bau von Befestigungen und Kastellen. Den Beweggrund nennt eine Bauinschrift des Septimius Severus aus Khan Koseir: „[…] diese Befestigung hat er [Septimius Severus] errichtet zur öffentlichen Sicherheit und gegen den Terror der scaenitischen Araber […]“.

Das Buch „Wüstengrenzen des Imperium Romanum. Der römische Limes in Israel und Jordanien“ herausgegeben von Hans-Peter Kuhnen schildert die lange und intensive Geschichte des Orientlimes, der schließlich vom unaufhaltsam anrückenden Islam Anfang des 7. Jahrhunderts überwältigt wurde.

Qasr Hallabat; rechts © Hans-Peter Kuhnen; links © APAAME_20090930_DLK-0467. Photographed by David Kennedy
Mi, 18.04.2018

Grenzen nicht nur im Osten

Gräben, Wälle, Palisaden – Grenzen des Römischen Reiches

Lange bevor der Limes, als Symbol für die Grenzen des Römischen Reiches stehend, im Osten die Aufmerksamkeit der Forschung auf sich zog, war der Limes im Westen des Imperiums bereits Forschungsgegenstand und damit bestens erschlossen.

Der Band „Am Rande des Römischen Reiches – Ausflüge zum Limes in Süddeutschland“ lädt ein zur Erkundung von Kastellen, Wachtürmen und Befestigungsanlagen in wunderbarer Frühlingslandschaft.

© LAD BW, A. Thiel
Mo, 16.04.2018

200 Jahre Judenpolitik

Judenpolitik zwischen Pogromen der Pestzeit und pastoraler Politik

Über Jahrhunderte hinweg prägte die Politik der Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten das Leben der Juden in Mainz erheblich. Sie erlebten gesellschaftliche Toleranz auf der einen und Vertreibung sowie Repression auf der anderen Seite – zum Teil innerhalb kurzer Zeiträume. Werner Marzi untersucht in „Die Judenpolitik der Mainzer Erzbischöfe – Von Adolf II. von Nassau bis Anselm Franz von Ingelheim 1461-1695“ die Situation der Mainzer Juden im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit.