Mi, 18.04.2018

Überfälle aus dem Nichts

Der Limes im Osten – Schutz gegen Überfälle, Ort des kulturellen Austauschs und am Ende Schicksalsgrenze Roms

Mit einem massiven Aufmarsch am Nordwestrand der großen Arabischen Wüste zu Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr. versuchte Rom, der Gefahr durch Überfälle der Beduinenstämme zu begegnen. Es folgte der Bau von Befestigungen und Kastellen. Den Beweggrund nennt eine Bauinschrift des Septimius Severus aus Khan Koseir: „[…] diese Befestigung hat er [Septimius Severus] errichtet zur öffentlichen Sicherheit und gegen den Terror der scaenitischen Araber […]“.

Das Buch „Wüstengrenzen des Imperium Romanum. Der römische Limes in Israel und Jordanien“ herausgegeben von Hans-Peter Kuhnen schildert die lange und intensive Geschichte des Orientlimes, der schließlich vom unaufhaltsam anrückenden Islam Anfang des 7. Jahrhunderts überwältigt wurde.

Qasr Hallabat; rechts © Hans-Peter Kuhnen; links © APAAME_20090930_DLK-0467. Photographed by David Kennedy
Mi, 18.04.2018

Grenzen nicht nur im Osten

Gräben, Wälle, Palisaden – Grenzen des Römischen Reiches

Lange bevor der Limes, als Symbol für die Grenzen des Römischen Reiches stehend, im Osten die Aufmerksamkeit der Forschung auf sich zog, war der Limes im Westen des Imperiums bereits Forschungsgegenstand und damit bestens erschlossen.

Der Band „Am Rande des Römischen Reiches – Ausflüge zum Limes in Süddeutschland“ lädt ein zur Erkundung von Kastellen, Wachtürmen und Befestigungsanlagen in wunderbarer Frühlingslandschaft.

© LAD BW, A. Thiel
Mo, 16.04.2018

200 Jahre Judenpolitik

Judenpolitik zwischen Pogromen der Pestzeit und pastoraler Politik

Über Jahrhunderte hinweg prägte die Politik der Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten das Leben der Juden in Mainz erheblich. Sie erlebten gesellschaftliche Toleranz auf der einen und Vertreibung sowie Repression auf der anderen Seite – zum Teil innerhalb kurzer Zeiträume. Werner Marzi untersucht in „Die Judenpolitik der Mainzer Erzbischöfe – Von Adolf II. von Nassau bis Anselm Franz von Ingelheim 1461-1695“ die Situation der Mainzer Juden im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit.

Abb.: © Stadtarchiv Mainz
Fr, 13.04.2018

Irrtümer und Fälschungen der Archäologie im „Spiegel“

Fatale Irrtümer der Archäologie

Am 24.03.2018 erschien im „Spiegel“ anlässlich der Ausstellung „Irrtümer und Fälschungen der Archäologie“ ein Interview mit dem Archäologen Josef Mühlenbrock, der auch Leiter des „LWL-Museum für Archäologie Herne“ ist.

Warum wird der Bügel eines Eimers plötzlich für eine Krone gehalten? Der zur Ausstellung erschienene Band „Irrtümer und Fälschungen“ klärt nicht nur, wie es in der Vergangenheit zu solchen Trugschlüssen kommen konnte, sondern auch, welchen Irrtümern ein Archäologe im Jahr 4022 erliegen könnte.

 

 

 

Und so sieht es in Herne in der Ausstellung tatsächlich aus.

© LWL / Stefan Brentführer
Do, 12.04.2018

Geschichte erleben in Europa

Spannende Geschichte entdecken von Köln bis Nîmes

Europas reichhaltige Geschichte ist manchmal versteckt. Doch mit dem Reiseführer „50 weitere archäologische Stätten in Deutschland – die man kennen sollte“ von Wolfram Letzner lässt sich auch ein unbekannter Teil deutscher Geschichte entdecken. Wem das nicht reicht, der fährt nach Österreich und spürt mithilfe des Buches von Peter Scherrer „Die 50 bekanntesten archäologischen Stätten in Österreich“ der Kultur dieses bergigen Landes nach.

Mit dem Reiseführer von Peggy und Patrick Leiverkus „Die 40 bekanntesten archäologischen Stätten entlang der Via Agrippa in Deutschland, Luxemburg und Frankreich“ geht der Weg weiter. Von Köln, über Bech-Kleinmacher, Lyon bis nach Nîmes. Römische Architektur und Geschichte säumen die Via Agrippa auf ihrem Weg durch die Länder. Wer also noch nach Urlaubszielen sucht, ist mit diesen Kultur- und Reiseführern wohl bedient.

 
 
 
 
 
Saint-Romain-en-Gal, Ausgrabung des Wohnviertels von Vienna © Peggy und Patrick Leiverkus