Mo, 22.05.2017

Jeden Montag erwartet Sie ein Thema der Woche

Wir freuen uns, Ihnen zu Beginn einer jeden Woche ein gesellschaftspolitisch und historisch relevantes Thema vorstellen zu dürfen!

Mo, 22.05.2017

Natur vs. Kultur?

Der Mensch schuf sich einen lebenswerten Raum in der Natur und griff damit zunehmend massiv in sein natürliches Umfeld ein.

Als Kulturschaffender organisiert er seinen Lebensraum formal und funktional. Das besagt schon der lateinische Ursprungsbegriff „cultura“ gleich „Bearbeitung“. Die Weiterentwicklung von Kultur führt zur Herausbildung von Schrift, die entsprechend einer komplexen, funktional organisierten Gemeinschaft bestimmte Lebensnotwendigkeiten, wie zum Beispiel Handel, Recht und Religion, regelt, von Technik oder z. B. von bildender Kunst. Entsprechend bezeichnete man die ersten schriftführenden Kollektive als Hochkulturen – wie die Sumerer oder Ägypter.

Die artifizielle Gestaltung der Umwelt durch den Menschen setzte kontinuierliche Eingriffe in die Natur, d. h. Ausbeutungsprozesse, in Gang, die Kultur und Natur zunehmend in einen Konflikt miteinander brachten und bringen.

Wie kompliziert die Kontrolle dieser von Menschen initiierten Entwicklung ist, zeigt die aktuelle Diskussion um den Klimawandel und damit verbunden die Zukunft unseres Planeten. Dass wir diesen Diskurs auch im Bereich der Kultur führen müssen, zeigen die Bemühungen verschiedener Kulturorganisationen, die sich dieses bislang von Umweltverbänden und Naturwissenschaftlichen Disziplinen wie Klimatologie, Meteorologie, Geographie oder Physik beherrschten Themas nun annehmen.

Do, 18.05.2017

Jede Woche einen Tipp für Ausflüge

An dieser Stelle finden rührige Kulturbegeisterte einen Tipp für Tagestouren und Exkursionen!

Do, 18.05.2017

Ein ungewöhnlicher Ausflug in den Pfälzer Wald

Schuhe-Shoppen im Pfälzer Wald in Pirmasens und Hauenstein

Wer an den Pfälzer Wald denkt, freut sich auf eine schöne Wanderung und kommt nicht zwangsläufig auf die Idee, dass die Schuhe an seinen Füßen auch von dort stammen könnten. Im Pfälzer Wald aber liegt das ehemalige Zentrum der deutschen Schuhindustrie – Pirmasens, wo man herrlich Schuhe-Shoppen kann. Hier und in dem nahe gelegenen Dorf Hauenstein wurden und werden in Schuhfabriken Fußbekleidung produziert. Neben Einkaufsgelegenheiten kann man sich im Schuhmuseum Hauenstein über die Geschichte der modernen Schuhproduktion seit dem 18. Jahrhundert informieren oder sich in der „Gläsernen Fabrik“ zeigen lassen, wie noch heute hochwertige Fußbekleidungen angefertigt werden.

Die Schuhfabriken in Pirmasens und Hauenstein sind nur einige, heute noch erhaltene Orte, die über die Herstellung von Bekleidung Zeugnis geben. Weitere historische Gebäude, die etwa auch der Produktion von Nahrungs- und Genussmitteln auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Rheinland-Pfalz dienten und zur Besichtigung einladen, werden in dem Buch „Vom Backen, Brauen, Keltern und Gerben – Zeugnisse der Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln sowie Bekleidung in Rheinland-Pfalz“ vorgestellt.

 
 
 
© Schuhfabrik Rheinberger, 1926, aus: Schäfer, Pirmasens, S. 90

 
  

© Wikimedia Commons, Der „Teufelstisch“ nahe Hinterweidenthal im Pfälzer Wald, Dr. Manfred Holz
Mo, 15.05.2017

Islam

Der Islam ist nicht nur eine monotheistische Religion, sondern auch ein kulturelles Phänomen.

Die sogenannten „dunklen Jahrhunderte“ des frühen Mittelalters gelten nicht gerade als eine Zeitspanne, in der es um die Wissenschaften und Kultur Mitteleuropas zum Besten stand. Nur an wenigen Orten, wie Klöstern und Kirchen, wurde antikes Wissen tradiert. Gleichzeitig erlebten die Wissenschaften in den jungen Reichen des arabischen Islam in den Jahren zwischen dem 8. und 16. Jahrhundert eine Blütezeit, die ihresgleichen suchte.

Überall im arabisch-islamisch geprägten Mittelmeerraum entstanden Zentren des Wissens und der feinen Lebensart. Auf der Basis antiker Quellen konnte damals nicht nur die Weisheit des Altertums bewahrt, sondern auch ein unschätzbarer Beitrag zum universellen Erkenntnisfortschritt geleistet werden. Angesichts der Fragestellung der Gegenwart „gehört der Islam zu Europa“ sei daran erinnert.

Das Werk „Häuser der Weisheit – Wissenschaft im Goldenen Zeitalter des Islam“, herausgegeben vom Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg, behandelt dieses Thema in Essays und stellt sowohl die Entwicklung einzelner Wissenschaften als auch Biographien damaliger Gelehrter vor.

Im September wird ein umfassendes Kompendium zu diesem Thema unter dem Titel „Wissenswege als Kulturbrücken“ erscheinen.

Do, 11.05.2017

Frisch aus der Druckerei!

Do, 11.05.2017

Archäologie in Sibirien – Archäozoologie am Baikalsee

Lebensweise und Umwelt des frühen Menschen am Baikalsee in Sibirien

Der Großraum Baikalsee ist schon durch seine Lage zwischen dem Altai-Gebirge im Westen, dem bewaldeten Flusstal des Amur im Osten, den grünen Weiten der Mongolei und Chinas im Süden und nicht zuletzt der Taiga und Gebirgstundra im Norden im Fokus internationaler Forschung zu Migration und kulturellem Austausch in der frühen Menschheitsgeschichte.

Die Ergebnisse eines internationalen und interdisziplinären Projektes, des „Baikal Archaeology Project“ (BAP) liegen nun in dem Band „Holocene Zooarchaeology of Cis-Baikal“ aus der Reihe „Archaeology in China and East Asia” vor. Mit mehr als 200.000 Tierknochen-Proben aus einem Zeitraum von etwa 11.700 Jahren bis ins Mittelalter ist der Band ein Meilenstein der archäozoologischen Forschung in Eurasien.

Hier können Sie das Buch bestellen.

Mi, 10.05.2017

Reisen wie die Römer entlang der Via Agrippa!

Trier – die Kaiserstadt an der Via Agrippa

Die Via Agrippa, die von Köln bis Arles führt, war die längste und bedeutendste Fernstraße im römischen Germanien und Gallien. Sie verband die wichtigsten Handels- und Verwaltungszentren in den entsprechenden römischen Provinzen. Die Trasse ist noch heute durch sehenswerte Stationen nachvollziehbar. Eine davon ist Trier, die älteste Stadt Deutschlands.

Hier lebt die Römerzeit in bekannten Sehenswürdigkeiten wie der Porta Nigra, dem Amphitheater, den Kaiserthermen oder der Konstantinbasilika, die zwischen dem 2. und 4. Jh. n. Chr. entstanden. Im Rheinischen Landesmuseum kann überdies der größte Goldschatz der römischen Kaiserzeit bestaunt werden.

Informationen zu Trier und der Reise entlang der Via Agrippa kompakt zusammengefasst als Vorbereitung auf den Ausflug im Kulturreiseführer
„Die 40 bekanntesten archäologischen Stätten entlang der Via Agrippa“.