18. April 2018

Überfälle aus dem Nichts

Der Limes im Osten – Schutz gegen Überfälle, Ort des kulturellen Austauschs und am Ende Schicksalsgrenze Roms

Mit einem massiven Aufmarsch am Nordwestrand der großen Arabischen Wüste zu Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr. versuchte Rom, der Gefahr durch Überfälle der Beduinenstämme zu begegnen. Es folgte der Bau von Befestigungen und Kastellen. Den Beweggrund nennt eine Bauinschrift des Septimius Severus aus Khan Koseir: „[…] diese Befestigung hat er [Septimius Severus] errichtet zur öffentlichen Sicherheit und gegen den Terror der scaenitischen Araber […]“.

Das Buch „Wüstengrenzen des Imperium Romanum. Der römische Limes in Israel und Jordanien“ herausgegeben von Hans-Peter Kuhnen schildert die lange und intensive Geschichte des Orientlimes, der schließlich vom unaufhaltsam anrückenden Islam Anfang des 7. Jahrhunderts überwältigt wurde.

Qasr Hallabat; rechts © Hans-Peter Kuhnen; links © APAAME_20090930_DLK-0467. Photographed by David Kennedy