Wahre Römer




Ein Gallier als Kaisermacher, eine fidele Großmutter, ein armenischer 007

Diese und andere Bewohner des Römischen Reiches, denen es gelang, das römische Bürgerrecht, mithin die römische Staatsbürgerschaft, zu erlangen, waren Römer. Aus Kurzporträts von Menschen der verschiedenen Epochen und Regionen der einstigen Weltmacht fügt sich das Bild des wahren Römers abseits der üblichen Klischees zusammen.

Angesichts verschiedener Sprachen und unterschiedlicher Kulturen bewegten Themen wie Integration, Identität und Toleranz schon vor 2.000 Jahren die Gemüter im multiethnischen Imperium Romanum. Welche Antworten die Römer auf diese Herausforderungen fanden und wie das Zusammenleben der verschiedenen Völker im Römischen Reich funktionierte, schildert Stephan Berry an 20 Kurzporträts über eine Zeitspanne vom Aufstieg des Stadtstaats bis hin zur Weltmacht und zur Krise der Spätantike.

Diese Zwanzig führen dem Leser den ganzen Reigen verschiedener Lebenswelten in sozialer, kultureller, ethnischer und religiöser Hinsicht vor Augen. Dabei stehen nicht Kaiser oder berühmte Feldherren im Fokus, sondern Personen aus den verschiedenen Teilen der römischen Welt und den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Zusammenhängen – Etrusker, Spanier, Griechen und Gallier. Zivile und militärische Karrieren verpflanzten Menschen von einer Ecke des Imperiums in die andere, aber auch private Reisen sorgten dafür, dass man in der Welt herumkam. Ein Großraum wirtschaftlicher und kultureller Verknüpfungen, ein Schmelztiegel der Religionen brachte manche kuriosen Gestalten hervor, wie wir sie nicht aus der Schule kennen und die in diesem Buch gemeinsam auftreten. Bühne frei – für humorvolle Unterhaltung ist gesorgt!

Die 50 bekanntesten archäologischen Stätten in Österreich




Kelten, Römer, Goten und Bajuwaren

Österreich verbindet man mit der Wiener Klassik des 18. und 19. Jahrhunderts, mit großen Komponisten und prachtvollen Opernhäusern, stolzen Theatern und berühmten Orchestern, der Wiener Kaffeehauskultur und dem Heurigen. Doch auch die Archäologie ist in Österreich fast allgegenwärtig – ein römisches Legionslager im Herzen Wiens, Pfahlbauten am Grunde des Mondsees oder Salzbergwerke in den Ostalpen.

Von der Altsteinzeit mit der Venus von Willendorf bis zum Mittelalter mit dem Kärntner Herzogstuhl – Österreich lockt mit vielen bekannten und sehenswerten Fundstätten aus allen Epochen. Römische Städte und Armeelager wie Carnuntum, Vindobona und Iuvavum künden von der Zeit, als Österreich ein Teil des Imperium Romanum war. Der keltisch-römische Siedlungsplatz auf dem Magdalensberg in Kärnten, heute in einen archäologischen Park verwandelt, oder urzeitliche Grabhügel in der Steiermark führen den Leser an die Wurzeln der Geschichte dieses facettenreichen Landes.

Der Autor stellt zahlreiche moderne Museen vor, die mit experimentellen Stationen den Besuchern Einblicke in die Alltagskultur der Frühzeit österreichischer Geschichte geben. Vom Brotbacken im Urgeschichtemuseum „MAMUZ“ in Asparn an der Zaya bis hin zum Brennen von Keramik und einem Besuch in den wiedererrichteten Häusern in Carnuntum stehen den Reiselustigen und Erlebnishungrigen unterschiedliche Geschichtserfahrungen offen.

Geschichtsbegeisterte Menschen kommen hier auf ihre Kosten und sind mit diesem kulturellen „Reiseführer“ immer einen Schritt voraus.

Die Etrusker




Sie gingen niemals so ganz

Sei es ob ihres ungeklärten Auftauchens in der Geschichte oder ob der bis heute weitgehend unverstandenen Sprache: Die mysteriöse Volksgruppe der Etrusker fasziniert. Der durch ihre prachtvollen Gräber und die Schriftquellen überlieferte Reichtum der Etrusker steht in merkwürdigem Kontrast zu ihrem scheinbaren Verschwinden aus der europäischen Geschichte.

Die Ausstellung „Die Etrusker – Von Villanova bis Rom“ in den staatlichen Antikensammlungen am Münchner Königsplatz geht dieser Entwicklung auf den Grund und zeigt herausragende Beispiele etruskischer Kunst. Dabei entsteht ein neuer Blickwinkel auf die etruskische Geschichte und Kultur: Nicht Aufstieg, Blütezeit und Niedergang kennzeichneten die etruskische Kulturgeschichte, sondern ein kontinuierlicher Veränderungsprozess. Die Etrusker nahmen u. a. unter Vermittlung der Griechen bereitwillig Einflüsse aus dem gesamten Mittelmeerraum in die eigene Kultur auf. Ab dem 3. Jh. v. Chr. waren sie Teil der hellenistischen Welt, um ihre kulturellen Errungenschaften schließlich an die Römer abzugeben und dort Spuren zu hinterlassen, die bis heute unverkennbar sind.

Der Katalog zur Ausstellung folgt dieser neuartigen Sichtweise und berichtet vom kulturellen Austausch und der Ausbildung neuer Kulturen. Viele der im Katalog besprochenen Objekte sind seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr präsentiert worden, manche werden der Öffentlichkeit zum ersten Mal gezeigt.

Die 30 bekanntesten archäologischen Stätten am Gardasee und in seinem Umland