28. September 2017

Bildreport auf der Frankfurter Buchmesse zum Mittelalter – Turniere, Fest und Minne – Das Geschäft mit der Risikofreudigkeit des kriegerischen Adels

Die vielen Gesichter der Turniere, der Autor Werner Meyer bietet andere Perspektive auf das archaische Gedankengut einer adeligen Oberschicht vor dem Hintergrund ritterlich-kriegerischen Verhaltens

Der Glanz des mittelalterlichen Rittertums entfaltete sich in den Turnieren, prunkvollen Aufmärschen und abendlichen Banketten auf großartige Weise – wie man sich dies genau vorzustellen hat, stellt der Autor Werner Meyer auf der Frankfurter Buchmesse 2017 auf dem Podium Rheinland-Pfalz, Halle 3.1, F9 in seinem Vortrag dar.

Das Buch „Ritterturniere im Mittelalter – Lanzenstechen, Prunkgewänder, Festgelage“ weitet den Blick über die Ursprünge des Turnierwesens und die verschiedenen Arten der Kampfspiele hinaus auf den wirtschaftlichen und weiblichen Aspekt der Turniere.

In den Städten abgehalten, wurden Ritterturniere zu Großveranstaltungen, an denen zahlreiche Gewerbe beteiligt waren, sodass Turniere ein nicht unbeträchtlicher Wirtschaftsfaktor waren. Ungeachtet dessen spiegeln sich in den gefährlichen Kampfspielen die mittelalterliche Gewaltbereitschaft und die Risikofreudigkeit einer kriegerischen Oberschicht.

Darstellung einer mittelalterlichen Tjost (Zweikampfspiel mit Lanze und Pferd). Der siegreiche Ritter sticht seinen Gegner vor teilnahmsvoll gestikulierenden Damen vom Pferd, wobei seine Lanze bricht. © Universitätsbibliothek Heidelberg: Cod. Pal. germ. 848 (Codex Manesse) 52r.